Luftverkehrsabkommen
Je offener der Markt, desto wichtiger die regeln
Der deutsche Luftverkehrsmarkt zählt laut Studie der OECD zu den liberalsten weltweit. Rund 160 Fluggesellschaften von allen Kontinenten steuern heimische Flughäfen an. Grundlage dafür sind der EU-Binnenmarkt und Luftverkehrsabkommen, die von dem Bundesverkehrsministerium oder der EU-Kommission verhandelt wurden. Diese völkerrechtlich verbindlichen Verträge sichern seit Jahrzehnten weltweit die stetig steigende Verbindungsvielfalt – und sind für fairen Wettbewerb unersetzlich.
Wettbewerb auf Augenhöhe?
Beispiel Berlin – Bangkok: Reisende können auf dieser Strecke zwischen zahlreichen Verbindungen wählen. Dabei konkurrieren Flüge beispielsweise über Frankfurt, Paris und London direkt mit Flügen über Istanbul oder Doha. Antworten auf wichtige Fragestellungen zu fairem Wettbewerb fallen an den jeweiligen Drehkreuzen sehr unterschiedlich aus. Künftige Luftverkehrsabkommen sollten auf faire Wettbewerbsregeln und Sozialstandards einzahlen.